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SUMMARY:5. Akademisches Konzert 2025/26
DESCRIPTION:Christian Birnbaum Dirigent\nAkademischer Orchesterverein Wien\n\nThomas Hauschild Dirigent\nAkademisches Orchester Leipzig\n\n  \n  \nJean Sibelius: 2. Sinfonie D-Dur op. 43 (Akademischer Orchesterverein Wien)\nNur kurz\, nachdem er im Jahr 1900 seine patriotische Sinfonische Dichtung Finlandia\, damals noch unter dem Namen „Finnland erwacht“ vollendete\, begann Jean Sibelius die Arbeit an seiner zweiten Sinfonie\, die gleichsam oft in direktem Bezug zum Kampf nach finnischer Unabhängigkeit gedeutet wurde – ob Sibelius tatsächlich diese Intention hatte\, ist unklar. Große Teile der Sinfonie entstanden auf Reisen in Europa\, insbesondere in Deutschland und Italien\, wo er zahlreiche neue Eindrücke sammelte und in der Sinfonie verarbeitete\, was ihr einen ganz besonderen Charakter verleiht. Mit beeindruckender spätromantischer Klangvielfalt steht die Sinfonie den Sinfonischen Dichtungen Sibelius‘ in nichts nach. Obwohl manche tatsächlich einen programmatischen Hintergrund\, also ein Bild oder eine Geschichte als Grundlage des Werks vermuten\, steht die zweite Sinfonie ganz in der Tradition romantischer Sinfonien ohne Programm. Besonders zu Beethovens fünfter Sinfonie lassen sich Parallelen erahnen: Ein Motiv aus wenigen Tönen eröffnet die Sinfonie und bestimmt ab dort ihren gesamtem Verlauf\, durch einen langsamen zweiten Satz hindurch zu einem Scherzo\, das ohne Unterbrechung in den Finalsatz überleitet. \nPjotr Tschaikowski: 6. Sinfonie h-Moll op. 74 „Pathétique“\nPjotr Tschaikowskis Sinfonien sind allesamt stark von seinem persönlichen Empfinden und bildhaften Vorstellungen geprägt und vermitteln Gedanken\, Erinnerungen und Träume. In der schmerzvoll melancholischen Grundstimmung und im langsamen\, verlöschenden Schlusssatz der 6. Sinfonie glaubte man\, eindeutige Belege für die schlimme seelische Verfassung des zu Depressionen und Melancholie neigenden Komponisten zu erkennen. Viele Anekdoten existieren dazu über seine so kurze wie desaströse Ehe\, seine verdrängte Homosexualität und die geheimnisvolle Brieffreundschaft zu seiner Gönnerin Nadeschda von Meck. Die Besonderheit der 6. und letzten seiner Sinfonien: Den Walzer dehnt Tschaikowski zu einem 5/4-Takt\, das Scherzo verwandelt sich in einen Marsch. Und ob der langsame Schlusssatz anstelle eines pompösen Finales tatsächlich eine Vorahnung des Komponisten auf den eigenen plötzlichen Tod war\, bleibt ungewiss. Nur drei Wochen\, nachdem Tschaikowski die Uraufführung dieser Sinfonie am 16. Oktober 1893 in St. Petersburg dirigiert hatte\, starb er unter rätselhaften Umständen.
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SUMMARY:6. Akademisches Konzert 2025/26
DESCRIPTION:Schubertklasse\nAkademisches Orchester Leipzig\n\nGiacomo Puccini: konzertante Aufführung der Oper „Gianni Schicchi“ (1917)\nLyrik\, Komödie und Tragödie – all das an nur einem Abend – klingt für viele Operngänger schwer vorstellbar. Es kann fast schon als Gegenentwurf zu Richard Wagners Ring des Nibelungen\, der sich über vier Abende erstreckt\, gesehen werden\, dass Giacomo Puccini 1917 drei kurze Opern komponierte\, die an einem einzelnen Abend hintereinander gespielt werden sollten. Darunter eine tragische – Il tabarro\, eine lyrische – Suor Angelica und eine heitere Oper – Gianni Schicchi. \nNach langer Suche nach geeigneten Handlungen und Texten\, die Puccini beinahe zur Aufgabe des Projekts brachte\, wählte er für die Komödie das Libretto Gianni Schicchi des recht unerfahrenen Giovacchino Forzano aus\, das frei auf der göttlichen Komödie von Dante Alighieri basiert. \nBuoso Donati\, ein reicher Mann aus Florenz\, ist verstorben\, weshalb nun die Testamentsverlesung ansteht. Die gierige Familie\, die vorgibt zu trauern\, erfährt allerdings bald\, dass Donati seinen ganzen Besitz einem Kloster vermacht hat. Glücklicherweise weiß in der Stadt aber noch niemand\, dass Donati verstorben ist. So kommt die Verwandtschaft in Versuchung\, sich mit einem riskanten Testamentsbetrug schließlich doch noch bereichern zu können. \nSo interessant das Konzept ist\, so schlecht wurde es bei der Erstaufführung in Rom aufgenommen. Obwohl Puccini in diesem Opernzyklus auf der Höhe seines kompositorischen Schaffens war\, wurde das Werk bald auseinandergerissen. Die Opern wurden einzeln gespielt\, gekürzt\, umgeschrieben oder\, besonders im Fall von Suor Angelica\, kaum noch gespielt. Lediglich die Komödie Gianni Schicchi schaffte es\, sich auf den Opernbühnen zu halten. Laurettas Arie O mio babbino caro ist noch heute weltbekannt.
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