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SUMMARY:Kammerkonzert 2026/27
DESCRIPTION:Akademisches Orchester Leipzig\nThomas Hauschild Klavier\nJohann Sebastian Bach: Brandenburgisches Konzert Nr. 2 F-Dur BWV 1047\n1717 traf Johann Sebastian Bach bei seinem neuen Dienstherrn in Köthen ein. Dem Fürsten Leopold von Anhalt-Köthen muss viel an Bachs Musik gelegen haben\, zumindest zahlte er ihm das doppelte Gehalt des vorherigen Kapellmeisters Stricker\, den er möglicherweise sogar entließ\, um die Stelle mit Bach besetzen zu können. Am dortigen Hof fand Bach ein großes und leistungsstarkes Orchester vor\, für das er im Laufe der Jahre einige Konzerte schrieb. 1721 schickte Bach eine Sammlung von sechs dieser Konzerte an den Markgrafen von Brandenburg-Schwedt\, was ihnen bis heute den Namen Brandenburgische Konzerte einbrachte. Sie gehören zu den bekanntesten Werken des späteren Leipziger Thomaskantors. \nWolfgang Amadeus Mozart: Klavierquintett Es-Dur KV 452\nWolfgang Amadeus Mozart: Klavierquartett g-Moll KV 478\nEin wichtiger Bestandteil privaten Musizierens\, insbesondere ab dem 18. Jahrhundert\, war das Zusammenspiel in kleinen Ensembles. Da es damals in nahezu jedem bürgerlichen Haushalt ein Klavier gab\, waren unter anderem das Klavierquartett bzw. -quintett eine beliebte Gattung. Auch Wolfgang Amadeus Mozart schrieb mehrere solcher Werke\, wie das Klavierquintett in Es-Dur KV 452 und das Klavierquartett in g-Moll KV 478. Während jedoch das Klavierqartett KV 478 klassischerweise für ein Klavier und drei Streichinstrumente konzipiert ist\, bedient sich Mozart in seinem Klavierquintett KV 452 neben dem Klavier auch einer Oboe\, einer Klarinette\, einem Horn und einem Fagott. Mit ihrem intimen und intensiven Charakter erfreuen sich beide Werke im privaten Rahmen wie auch im Konzertsaal großer Beliebtheit. \nJohann Christian Bach: Sinfonie Es-Dur\nWährend Johann Sebastian Bach auch unter einigen Zeitgenossen schon als altmodisch angesehen wurde\, orientierten sich die Söhne Bachs an neueren musikalischen Entwicklungen und trugen so zur Entstehung der Klassik bei. Eine Gattung\, die wie kaum eine andere für die Klassik steht\, ist die Sinfonie. Auch die Sinfonie in Es-Dur von Johann Christian Bach zeichnet sich so durch ihren besonders leichten und klaren Charakter aus.
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SUMMARY:2. Akademisches Konzert 2026/27
DESCRIPTION:Akademisches Orchester Leipzig\nArcangelo Corelli: Weihnachtskonzert op. 6 Nr. 8 für Streichorchester\nNeben seinen Triosonaten ist der italienische Barockkomponist und Geigenvirtuose Arcangelo Corelli heute vor allem für seine Concerti grossi op. 6 bekannt. Von dieser Sammlung\, die er in den Jahren vor seinem Tod 1713 schrieb\, wird besonders das achte Konzert heute noch regelmäßig gespielt: Das Weihnachtskonzert. Die Bestimmung des Konzertes für die Weihnachtsnacht drückt sich nicht zuletzt in seinem Schlusssatz aus. Es ist eine Pastorale\, eine Gattung\, die auch in Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium als Eröffnung der zweiten Kantate eine Rolle spielt. Sie ist an die Musik der Hirten angelehnt\, die der biblischen Weihnachtsgeschichte nach in der Nacht der Geburt Jesu auf dem Feld ihre Herde hüteten. \nMusik für Blechbläser zur Weihnachtszeit\nBlechbläsermusik sorgt für Weihnachtsstimmung\, wenn sie im Dezember über Weihnachtsmärkte schallt\, von Türmen herabklingt oder den Gottesdiensten einen besonderen Glanz verleiht. Mit festlichen und besinnlichen Werken ist dieser Weihnachtsglanz auf der Gewandhausbühne zu erleben – in klangvollen Arrangements gespielt von Trompeten\, Hörnern\, Posaunen und Tuba. Zu Gehör gebracht werden unter anderem Canzonen von Giovanni Gabrieli\, venezianischer Kirchenmusiker am Markusdom in Venedig. Dort leitete er den Übergang zum Barock ein. \nAntonín Dvořák: 6. Sinfonie D-Dur op. 60\nNachdem Antonín Dvořák im Jahr 1878 mit den Slawischen Tänzen op. 46 auch außerhalb Tschechiens einen Ruf als großer Komponist erlangt hatte\, dauerte es nicht lange\, bis die ersten Kompositionsaufträge aus dem Ausland eintrafen. Ende 1879 bat der Dirigent Hans Richter um eine Sinfonie\, die für die Wiener Philharmoniker bestimmt sein sollte. Innerhalb eines Jahres vollendete Dvořák seine sechste Sinfonie. Mit dem folkloristisch geprägten tschechischen Nationalstil Dvořáks und einer gewissen Verbindung zu den Slawischen Tänzen op. 46 – der dritte Satz ist ein Furiant\, also ein slawischer Tanz – wurde die Sinfonie schnell zu einem großen Erfolg und ist auch heute ein zentraler Bestandteil des konzertanten Repertoires.
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SUMMARY:3. Akademisches Konzert 2026/27
DESCRIPTION:Akademisches Orchester Leipzig\nJona Schibilsky Violine\nLili Boulanger: D’un matin de printemps\nIm Jahr 1913 gelang Lili Boulanger\, was bis dahin noch keiner Frau der Musikgeschichte möglich war: Sie gewann den Prix de Rome\, einen der renommiertesten Preise für Komposition jener Zeit. Zu verdanken war dies neben ihren kompositorischen Fähigkeiten auch ihrem ganz individuellen Stil. Dieser Stil zeigt sich auch in D’un matin de printemps\, einem kurzen Orchesterwerk\, welches sie in den Jahren 1917 und 1918 komponierte. Im Januar 1918 beendete sie die Komposition\, ehe sie im März desselben Jahres im Alter von nur 24 Jahren starb. \nPablo de Sarasate: Carmen Fantasie op. 25 für Violine und Orchester\n1875 starb Georges Bizet nur wenige Monate nach der Uraufführung seiner Oper Carmen. Zu dieser Zeit war noch kaum abzusehen\, dass Carmen in den kommenden Jahren zu einer der bekanntesten Opern des Repertoires und Grundlage unzähliger Transkriptionen und Arrangements werden sollte. Die feurigen und teils verführerischen spanischen Melodien machten die Oper vor allem bei den Virtuosen des 19. Jahrhunderts beliebt. Auch der spanische Geigenvirtuose und Komponist Pablo de Sarasate nahm sich dieses Stückes an und schrieb 1881 seine Carmen Fantasie. Er versah die populärsten Melodien der Oper mit der vollen Bandbreite an technischen Raffinessen und schuf somit ein virtuoses Showstück\, das auch heute bei keinem Geigenwettbewerb fehlen darf. \nGeorges Bizet: Sinfonie C-Dur\nMit 17 Jahren\, also noch lange vor der Komposition von Carmen\, komponierte Georges Bizet sein erstes größeres Orchesterwerk: die Sinfonie in C-Dur. Dieses Stück\, das Bizet möglicherweise als Kompositionsübung am Pariser Konservatorium schrieb\, blieb der Öffentlichkeit bis in die 1930er Jahre unbekannt\, bis es erstmals 1935 in Basel aufgeführt wurde. Eine wichtige Inspiration war Bizet dabei Charles Gounod\, der den jungen Komponisten nur kurz zuvor bat\, seine erste Sinfonie in D-Dur für Klavier zu zwei Händen zu arrangieren. Schon bald nach der Erstveröffentlichung erfreute sich die Sinfonie großer Beliebtheit und wurde seither zu einem der meistgespielten Orchesterwerke Bizets.
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