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SUMMARY:1. Akademisches Konzert 2026/27
DESCRIPTION:Akademisches Orchester Leipzig\nXuanhan Xu Violoncello\nLeipziger Synagogalchor und Gäste in Kooperation mit dem collegium thomanum\nFalk Hoffmann Tenor\nFelix Mendelssohn Bartholdy: Ouvertüre C-Dur (Trompetenouvertüre) op. 101\nDas Jahr 1825 war von großer Bedeutung für den damals erst 16-jährigen Felix Mendelssohn Bartholdy. Neben einer Parisreise und einigen Treffen mit den dort ansässigen großen Komponisten wie Giacomo Meyerbeer und Daniel Francois Esprit Auber erschienen bereits vier seiner Kompositionen im Druck\, und ein weiteres Werk war in Arbeit: Die Ouvertüre in C-Dur op. 101. Bekannt wurde diese auch unter dem Beinamen Trompetenouvertüre\, wenn auch die wohl namensgebenden Fanfaren zu Beginn nicht von den Trompeten allein\, sondern von allen Blechbläsern gespielt werden. Mit diesem Werk\, aber auch anderen Konzertouvertüren wie der Hebridenouvertüre oder der Ouvertüre Meeresstille und glückliche Fahrt\, beeinflusste Mendelssohn diese Gattung maßgeblich. \nHenriëtte Bosmans: Poème für Violoncello und Orchester (1923)\nObwohl Henriëtte Bosmans Pianistin war\, nahm das Cello in ihren Kompositionen zunächst einen wichtigen Platz ein. Möglicherweise ist dies auf ihren Vater zurückzuführen\, der Solocellist im Concertgebouw-Orchester in Amsterdam war\, der aber bereits kurze Zeit nach ihrer Geburt verstarb. So entstand auch 1923 das Poème für Violoncello und Orchester. In diesem Stück verbindet sich der satte und volle Klang des Cellos in einem spätromantischen Stil einzigartig mit der großen Klangvielfalt des Orchesters. \nHerman Berlinski: Auszüge aus „Avodat shabbat“\, Abendmusik zum Shabbat für Chor und Orchester\n1941 erreichte Herman Berlinski New York. Schon 1933 war er vor der Judenverfolgung aus Deutschland nach Frankreich geflohen\, mit der Errichtung einer Diktatur unter Philippe Pétain 1940 war es jedoch auch dort zu gefährlich geworden. In New York kam Berlinski schnell mit bedeutenden jüdischen Musikern der Stadt in Verbindung\, unter anderem auch mit Moshe Rudinow\, dem Kantor des Temple Emanu-El\, einer der größten Synagogen der Stadt. In New York entstand auch sein Opus Magnum\, das Avodat shabbat für Chor und Orchester. Bis heute ist dieses Werk eine der wenigen vollständigen Vertonungen der hebräischen Liturgie\ndes Sabbats.
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SUMMARY:Kammerkonzert 2026/27
DESCRIPTION:Akademisches Orchester Leipzig\nThomas Hauschild Klavier\nJohann Sebastian Bach: Brandenburgisches Konzert Nr. 2 F-Dur BWV 1047\n1717 traf Johann Sebastian Bach bei seinem neuen Dienstherrn in Köthen ein. Dem Fürsten Leopold von Anhalt-Köthen muss viel an Bachs Musik gelegen haben\, zumindest zahlte er ihm das doppelte Gehalt des vorherigen Kapellmeisters Stricker\, den er möglicherweise sogar entließ\, um die Stelle mit Bach besetzen zu können. Am dortigen Hof fand Bach ein großes und leistungsstarkes Orchester vor\, für das er im Laufe der Jahre einige Konzerte schrieb. 1721 schickte Bach eine Sammlung von sechs dieser Konzerte an den Markgrafen von Brandenburg-Schwedt\, was ihnen bis heute den Namen Brandenburgische Konzerte einbrachte. Sie gehören zu den bekanntesten Werken des späteren Leipziger Thomaskantors. \nWolfgang Amadeus Mozart: Klavierquintett Es-Dur KV 452\nWolfgang Amadeus Mozart: Klavierquartett g-Moll KV 478\nEin wichtiger Bestandteil privaten Musizierens\, insbesondere ab dem 18. Jahrhundert\, war das Zusammenspiel in kleinen Ensembles. Da es damals in nahezu jedem bürgerlichen Haushalt ein Klavier gab\, waren unter anderem das Klavierquartett bzw. -quintett eine beliebte Gattung. Wenngleich auch aus zwei verschiedenen Zeiten kommend\, komponierten Wolfgang Amadeus Mozart und Johannes Brahms für diese Gattung und setzten sie auf ihre ganz individuelle Weise um. Während Brahms jedoch die übliche Besetzung von Klavier\, Geige Bratsche und Cello nutzt\, finden sich in Mozarts Klavierquintett KV 452 neben dem Klavier eine Oboe\, eine Klarinette\, ein Horn und ein Fagott. Mit ihrem intimen und intensiven Charakter erfreuen sich beide Werke im privaten Rahmen wie auch im Konzertsaal großer Beliebtheit. \nJohann Christian Bach: Sinfonie Es-Dur\nWährend Johann Sebastian Bach auch unter einigen Zeitgenossen schon als altmodisch angesehen wurde\, orientierten sich die Söhne Bachs an neueren musikalischen Entwicklungen und trugen so zur Entstehung der Klassik bei. Eine Gattung\, die wie kaum eine andere für die Klassik steht\, ist die Sinfonie. Auch die Sinfonie in Es-Dur von Johann Christian Bach zeichnet sich so durch ihren besonders leichten und klaren Charakter aus.
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SUMMARY:2. Akademisches Konzert 2026/27
DESCRIPTION:Akademisches Orchester Leipzig\nArcangelo Corelli: Weihnachtskonzert op. 6 Nr. 8 für Streichorchester\nNeben seinen Triosonaten ist der italienische Barockkomponist und Geigenvirtuose Arcangelo Corelli heute vor allem für seine Concerti grossi op. 6 bekannt. Von dieser Sammlung\, die er in den Jahren vor seinem Tod 1713 schrieb\, wird besonders das achte Konzert heute noch regelmäßig gespielt: Das Weihnachtskonzert. Die Bestimmung des Konzertes für die Weihnachtsnacht drückt sich nicht zuletzt in seinem Schlusssatz aus. Es ist eine Pastorale\, eine Gattung\, die auch in Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium als Eröffnung der zweiten Kantate eine Rolle spielt. Sie ist an die Musik der Hirten angelehnt\, die der biblischen Weihnachtsgeschichte nach in der Nacht der Geburt Jesu auf dem Feld ihre Herde hüteten. \nMusik für Blechbläser zur Weihnachtszeit\nBlechbläsermusik sorgt für Weihnachtsstimmung\, wenn sie im Dezember über Weihnachtsmärkte schallt\, von Türmen herabklingt oder den Gottesdiensten einen besonderen Glanz verleiht. Mit festlichen und besinnlichen Werken ist dieser Weihnachtsglanz auf der Gewandhausbühne zu erleben – in klangvollen Arrangements gespielt von Trompeten\, Hörnern\, Posaunen und Tuba. Zu Gehör gebracht werden unter anderem Canzonen von Giovanni Gabrieli\, venezianischer Kirchenmusiker am Markusdom in Venedig. Dort leitete er den Übergang zum Barock ein. \nAntonín Dvořák: 6. Sinfonie D-Dur op. 60\nNachdem Antonín Dvořák im Jahr 1878 mit den Slawischen Tänzen op. 46 auch außerhalb Tschechiens einen Ruf als großer Komponist erlangt hatte\, dauerte es nicht lange\, bis die ersten Kompositionsaufträge aus dem Ausland eintrafen. Ende 1879 bat der Dirigent Hans Richter um eine Sinfonie\, die für die Wiener Philharmoniker bestimmt sein sollte. Innerhalb eines Jahres vollendete Dvořák seine sechste Sinfonie. Mit dem folkloristisch geprägten tschechischen Nationalstil Dvořáks und einer gewissen Verbindung zu den Slawischen Tänzen op. 46 – der dritte Satz ist ein Furiant\, also ein slawischer Tanz – wurde die Sinfonie schnell zu einem großen Erfolg und ist auch heute ein zentraler Bestandteil des konzertanten Repertoires.
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