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4. Akademisches Konzert 2026/27

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4. Akademisches Konzert 2026/27

Akademisches Orchester Leipzig

Elisabeth Dingstad Violine

Immo Schaar Viola

Dora Pejačević: Ouvertüre für großes Orchester in d-Moll op. 49

Dora Pejačević war die erste Frau in Kroatien, deren Orchesterwerke öffentlich aufgeführt wurden. Der Anerkennung zu Lebzeiten folgte ein rasches Vergessen nach ihrem Tod. Eine 1982 veröffentlichte Biografie lieferte einen wichtigen Impuls für die neuerliche Beschäftigung mit ihrem Werk. Etliche Aufnahmen der letzten Jahrzehnte zeugen von dem wachsenden Interesse an ihren Kompositionen. Vom Klavier kommend nahm Dora Pejačević häufig das Tasteninstrument als Ausgangspunkt ihres Schaffens. Ihr erstes großformatiges Werk war ein Klavierkonzert. Es folgten eine Sinfonie, eine Phantasie concertante und als letztes Orchesterstück die Ouvertüre für großes Orchester in d-Moll op. 49 aus dem Jahr 1919.

Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonia concertante Es-Dur für Violine und Viola KV 364

Die im späten 18. Jahrhundert aufkommende Gattung der Sinfonia concertante erfreute sich vor allem in Mannheim, Paris und London großer Beliebtheit. Sie setzte die Tradition des barocken Concerto grosso, in dem Tutti und Sologruppe kontrastierend gegenübergestellt sind, fort, bereicherte sie aber zugleich um Elemente des Solokonzerts und der Sinfonie. Als Wolfgang Amadeus Mozart 1779 von seiner zweijährigen Reise aus Mannheim und Paris nach Salzburg zurückkehrte, mochte es ihn gereizt haben, diesen neuen Typus einer konzertanten Musik in seiner Heimatstadt bekanntzumachen, woraufhin er seine Sinfonia concertante für Violine und Viola komponierte.

Ethel Smyth: Serenade D-Dur für Orchester

Ethel Smyth verfolgte ihre musikalischen Ziele mit großer Vehemenz. Durch Hungerstreiks erwirkte die 19-jährige bei ihren Eltern die Erlaubnis, nach Leipzig zu gehen, um am hiesigen Konservatorium zu studieren. Doch wurden ihre Erwartungen enttäuscht und sie suchte sich nach nur einem Jahr einen Privatlehrer. Unter Anleitung Heinrich von Herzogenbergs komponierte Smyth bis 1887 ausschließlich Kammermusik. Einem Rat von Peter Tschaikowski folgend, beschäftigte sie sich mit Orchestrierung und wagte sich an großbesetzte Werke. 1890 gab sie mit der Serenade in D-Dur ihr sehr erfolgreiches Orchesterdebüt.

15. März 2027 20:00 Gewandhaus, Großer Saal

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